PRESSE

HNA vom 29.09.2015

Josephsgeschichte als Orgelkonzert ließ Kinder in Balhorn staunen

Balhorn. Mit großen Augen und offenen Mündern bestaunten die zwanzig Kinder die Figuren, die wie von Geisterhand bewegt wurden, die plötzlich auftauchenden Bilder an der Kirchendecke und das Orgelspiel im Hintergrund. Ganz ungezwungen lagen sie auf Decken auf dem Kirchenboden oder saßen zwischen den 30 Erwachsenen, die zum Orgelkonzert für Kinder am Wochenende in der Kirche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Balhorn gekommen waren.

Die Mitwirkenden hatten sich die Josephsgeschichte aus dem Alten Testament ausgesucht. „Es sollte eine biblische Geschichte sein und ‚Joseph und seine Brüder’ ist den meisten Kindern schon bekannt“, sagte Kantorin Nadine Vollmar, die zusammen mit dem Registrant Klaus Degenhardt die Orgel spielte. Außerdem sei die Geschichte aktueller denn je. Sie handelt von Geschwisterneid und Bruderliebe, von Familie, Verleumdung, Armut und Flucht und von Gottvertrauen.

Nach der Begrüßung durch Hans-Georg Löber übernahm Horst Reiter die Moderation. Er stellte den Kindern die einzelnen Figuren der biblischen Geschichte vor. Jede wurde von den Orgelspielern mit einer unverwechselbaren Melodie und einem bestimmten Klang versehen. Dadurch konnte sich das Publikum beispielsweise den Pharao als einen würdevollen und Joseph als einen fröhlichen Menschen vorstellen.

Damit die Aufmerksamkeit der Kinder während der Vorstellung nicht nachließ, hatten sich die Mitwirkenden einiges einfallen lassen bei der Gestaltung des Konzertes. Während Horst Reiter und Christiane Geselle abwechselnd die Geschichte vorlasen, bewegte Monika Kugler die von ihr selber angefertigten Puppen auf einer kleinen Bühne hin und her. Bilder, die als Dias an die Kirchendecke geworfen wurden, zeigten Josephs Träume. Und über allem ertönte das wundervolle Spiel der Orgel.

Das Orgelkonzert für Kinder ist Teil einer Konzertreihe zum zehnjährigen Jubiläum der Orgel der Kirche der SELK. Das nächste Konzert wird am 17. Oktober deutsche und französische Orgelmusik präsentieren. (un)


Orgelkonzert in Balhorn: Die Kinder Zoe, Marlene u. Madita (v.r.) sind gefesselt von der Musik. Christiane Geselle trug als Vorleserin Geschichten vor.

Foto: Neubauer/HNA

 

 

selk_news vom 24.06.2015

Orgel-Wandelkonzert in Balhorn

Auftakt zum Orgelweihjubiläum

Bad Emstal-Balhorn, 24.6.2015. Zu Samstag, 27. Juni 2015, laden die evangelischen Kirchengemeinden in Balhorn zu einem besonderen Orgelkonzert mit barocken Orgelwerken ein. Die Besucherinnen und Besucher werden von einer Kirche zur anderen "wandeln" und den Klang zweier verschiedener Orgeln zu verschiedenen Themen genießen können - gespielt von dem Thüringer Universitätsorganisten Dr. Wieland Meinhold (Weimar).

Das Orgelkonzert beginnt um 16 Uhr in der Evangelischen Kirche. Dort erklingen Werke zum Thema "Telemann und Frankreich", ein reizvolles Thema, gepaart mit der Eleganz Pariser Orgelkunst.

Um 17 Uhr wird die Orgelmusik in der Kirche der örtlichen Gemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) fortgesetzt mit der Thematik "Bach und Italien". Werke von Johann Sebastian Bach werden eingerahmt von virtuoser Barockmusik, die im 18. Jahrhundert Italien begeisterte. Eine Orgelführung danach (18 Uhr) rundet das Programm ab: Für alle Orgelinteressierten erläutert Meinhold die "Königin der Instrumente" hautnah.

Für die Balhorner SELK-Gemeinde bildet das Orgelkonzert den Auftakt für eine Veranstaltungsreihe zum 10jährigen Jubiläum der Orgelweihe im Dezember 2015.


Die Junker-Orgel der Balhorner SELK-Gemeinde feiert ihr 10jähriges Jubiläum

 

 

HNA vom 29.09.2014

Posaunenchor feierte Geburtstag

Mit vier Instrumenten trafen sich die Bläser vor 150 Jahren das erste Mal

WOLFHAGEN. Mit Werken von Giovanni Gabrielis Dreifachchor bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen eröffneten die drei Bläsergruppen des Sprengels Süd der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) am Samstagabend in der Wolfhager Stadtkirche ihr Posaunenfest zum 150-jährigen Bestehen des Balhorner Posaunenchores, der damit einer der ältesten Posaunenchöre der Region ist.
Entstanden auf Betreiben des damaligen Gemeindepfarrers Ludwig Saul, wurde im Dezember 1863 zunächst mit vier Instrumenten der Anfang gemacht, im Herbst 1864 erklangen die Posaunen dann erstmals im Gottesdienst und sollten fortan vor allem bei Missionsfesten die musikalische Begleitung übernehmen.
Viele Generationen von Bläsern haben seither im Chor mitgewirkt, dessen breit gefächertes Repertoire mittlerweile längst weit über die klassische Choralmusik hinaus geht. Und doch steht trotz vieler Veränderungen über einen solch langen Zeitraum noch immer der biblische Auftrag aus Psalm 150 im Vordergrund: „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!“
Priorität hatte und hat für die Musiker immer die musikalische Begleitung von Gottesdiensten und sonstiger gemeindlicher Veranstaltungen, wie auch am Wochenende beim Festgottesdienst und der Stunde der Bläsermusik in der Wolfhager Stadtkirche, als eine große Anzahl von Bläsern aller SELK-Posaunenchöre aus dem Sprengel Süd die Gemeinde musikalisch begleitete und in verschiedenen Werken das Thema aus Psalm 150 musikalisch zum Ausdruck brachte.

Von Sascha Hofmann


Großes Fest zum 150-Jährigen: Bläser aller SELK-Posaunenchöre aus dem Sprengel Süd feierten gemeinsam mit dem Balhorner Posaunenchor in der Wolfhager Stadt- kirche. (Foto: Sascha Hofmann)




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